Der neue Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice ist bundesweit mit ca. 100 Auszubildenden im August 2005 gestartet.
Wie die Berufsbezeichnung schon verdeutlicht, steht der Servicegedanke, also das Arbeiten für andere, im Vordergrund dieser Ausbildung, was durch die Ausbildung in den Dienstleistungsbetrieben der Lohnunternehmer gewährleistet wird. Die Perspektiven für diesen neuen Beruf sind positiv: Durch den anhaltenden Strukturwandel in der Landwirtschaft steigt der Bedarf an Fachpersonal mit fachübergreifenden Kenntnissen und besonderen Fertigkeiten und das verspricht sichere Arbeitsplätze für die Fachkraft Agrarservice.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Zu den Schwerpunkten der betrieblichen Ausbildung gehören einerseits das Bedienen und Führen sowie die Pflege, Wartung und Instandhaltung der Maschinen, andererseits der technische Teil der Pflanzenproduktion. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Bereichen Dienstleistung, Kundenorientierung, Kommunikation und Information.
Die zentrale Fragen lauten: Welche Erwartungen hat der Kunde an mich als Dienstleister? Wie trete ich dem Kunden gegenüber auf? Darüber hinaus müssen qualitätssichernde Maßnahmen ständig trainiert werden, wie Dokumentation der Arbeiten, Rückverfolgbarkeit und Zertifizierung. Die Fachkraft Agrarservice verknüpft also technisches Know-how mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen.
Gefragt sind naturverbundene junge Menschen, die Spaß haben mit Agrartechnik umzugehen, die technisches Verständnis mitbringen und möglichst auch Erfahrungen in der Landwirtschaft gesammelt haben. Erwartet werden positives Auftreten, Zuverlässigkeit, persönliches Engagement, Eigenständigkeit, die Bereitschaft, unregelmäßige Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen, und darüber hinaus ein hohes Maß an Sensibilität und Sorgfalt, da die Arbeit innerhalb der Kette der Nahrungsmittelproduktion verrichtet wird.
Eine rege Nachfrage von Seiten der potentiellen Auszubildenden gibt entsprechende Impulse an die Unternehmen und verstärkt dort auch die Bereitschaft, Ausbildungsplätze in dem neuen Beruf Fachkraft Agrarservice bereitzustellen. Die Nachfrage ist bisher groß - zurzeit größer als die Zahl der Ausbildungsplätze. Wir richten daher einen Appell an alle Lohnunternehmer - auch die nicht im Verband organisiert sind - einen Ausbildungsplatz anzubieten. Sie helfen damit, die Ausbildungsplatzsituation auch im ländlichen Raum zu verbessern. Gleichzeitig erhalten Sie einen qualifizierten Nachwuchs, mit dem ein effektiver Maschineneinsatz bei den Kunden gewährleistet werden kann. Die Antragsunterlagen für eine Anerkennung zum Ausbildungsbetrieb können bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein unter Tel. 0431 - 9797397 angefordert werden. Die fachliche Ausbildereignung für diesen Beruf erfüllen Landwirtschaftsmeister, Absolventen der 2-jährigen Fachschule Landwirtschaft, Hoch- und Fachschulabsolventen Landwirtschaft und Fachagrarwirte Landtechnik. Für die Betriebsanerkennung ist Voraussetzung, dass die Ausbildungsbetriebe über ein Kundenpotential sowie moderne Landtechnik verfügen und dass eine Werkstatt für die Instandsetzung der Maschinen vorhanden ist.
Der Berufsschulunterricht wird in Blockform an der Berufsschule Rendsburg/Osterrönfeld angeboten. Eine Internatsunterbringung wird in der DEULA Rendsburg ermöglicht. Pro Ausbildungsjahr sind 12 Wochen zu absolvieren. Die Lerninhalte des Berufsschulunterrichts werden in Lernfelder unterschieden. So werden im 1. Ausbildungsjahr 5 Lernfelder bearbeitet:
Dieses zuletzt genannte Lernfeld wird in Zusammenarbeit mit Lehrkräften der DEULA als berufsschulverlagerter Unterricht in den Räumen der DEULA-Lehranstalt vermittelt. Darüber hinaus werden die Fächer Wirtschaft und Politik sowie EDV/Kommunikation unterrichtet. Der Lehrstoff der Berufsschule verdeutlicht den Umfang der betrieblichen Ausbildung. Neben der Technik, Bodenkunde und Pflanzenbau steht die Kommunikation mit den Auftraggebern im Mittelpunkt der Ausbildung.
In dieser Kombination im Umgang mit Natur, Technik und Menschen ist dieser neue Serviceberuf eine interessante Perspektive für junge Menschen im ländlichen Raum.
1. Ausbildungsjahr/Unterstufe:
560 Std. insgesamt
14 Wochen je 40 U.Std./Woche
Mo., 21.09.09 – Mi., 04.11.09 = 4,5 Wochen (D)
Mo., 30.11.09 – Fr., 08.01.10 = 4,0 Wochen
Mo., 15.03.10 – Di., 27.04.10 = 4,5 Wochen
Mo., 07.06.10 – Fr., 11.06.10 = 1,0 Wochen (P)
2. Ausbildungsjahr/Mittelstufe:
440 Std. insgesamt
11 Wochen je 40 U.Std./Woche
Mo., 31.08.09 – Fr., 18.09.09 = 3,0 Wochen
Mi., 16.11.09 – Fr., 09.12.09 = 3,5 Wochen (D)
Mo., 01.02.10 – Mi.,24.02.10 = 3,5 Wochen
Mo., 14.06.10 – Fr., 18.06.10 = 1,0 Wochen (P)
3. Ausbildungsjahr/Oberstufe:
440 Std. insgesamt
11 Wochen je 40 U.Std./Woche
Mo., 26.10.09 – Fr., 13.11.09 = 3,0 Wochen
Mo., 11.01.10 – Fr., 29.01.10 = 3,0 Wochen
Mo., 15.02.10 – Fr., 12.03.10 = 4,0 Wochen (D)
Mo., 21.06.10 – Fr., 25.06.10 = 1,0 Wochen (P)
Klassenlehrer:
Unterstufe = Frank Engler
Mittelstufe = Sebastian Wulff
Oberstufe = Susanne Breiholz.
Lehrkräfte:
Dr. Brandt = Wirtschaft u. Politik
Boekhoff/Wulff/Stuck = EDV/Kommunikation
Neumann/Breiholz/
Lübbert zur Lage = Pflanzenproduktion
Engler = Agrarservice/Sport
Wulff/Göttsche = Arartechnik (Deula)
Drewes = Fachmathematik
Schmidt = Betriebsorganisation
Neumann = Englisch