vom 16.03.2010
Ihre neusten Angebote stellten 54 Aussteller im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Lohnunternehmer in Land- und Forstwirtschaft e. V. im ConventGarten in Rendsburg vor. Am Nachmittag sprach Dr. Sonja Peterson, Leiterin des Forschungsbereiches „Umwelt und natürliche Ressourcen am Institut für Weltwirtschaft über die Chancen und Risiken der Bioenergie.
Walter Schütt betonte in seiner Rede, dass Landwirtschaft in der Krise ein stabilisierender Faktor sei. Künftig werde der Bedarf an qualitativ hochwertigen Lebensmitteln weiter zunehmen, darauf müssten sich nicht nur die Landwirte, sondern auch die Lohnunternehmer einstellen. Starke Preisschwankungen, die die Landwirte bewegten, hätten auch Einfluss auf die Lohnunternehmer. Mit unter müssten diese gemeinsam mit ihren Kunden über tragfähige Zukunftskonzepte nachdenken. Insgesamt sei festzustellen, sagte Walter Schütt, dass die Aufträge größer und kompakter würden. Hier sei der Nutzen für die Landwirtschaft klar darin zu sehen, sich durch den Einsatz von Lohnunternehmern, Liquiditätsspielräume offen zu halten.
Besonders begrüßte Walter Schütt den Präsidenten der Landwirtschaftskammer, Claus Heller und betonte die enge Partnerschaft beider Einrichtungen durch das gemeinsame Bürogebäude in Rendsburg.
Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes, sagte in seinem Grußwort, dass großtechnischer Maschineneinsatz in den Betrieben heute die Aufgabe der Lohnunternehmer sei. Er betrachte den Einsatz von Lohnunternehmern als betriebswirtschaftlich hoch sinnvoll, um Wettbewerbsdruck und hohe Intensitäten in der Produktion auch in Zukunft weiter bedienen zu können.
Genaueres Fahren der Umwelt zu Liebe
Prof. Yves Reckleben stellte kurz das RTK-Projekt der FH vor. Die Bedeutung von Parallelfahrsystemen dürfte zukünftig noch zunehmen, daher gebe es in diesem Bereich Forschungsbedarf, sagte er. Die Verteilung der entsprechenden Antennen im Land sowie auch die Verbindung von Antennen über Netzwerke spiele dabei eine wichtige Rolle. Prof. Yves Reckleben sprach von einer Reichweite in Schleswig-Holstein von höchstens 15 km. Das liege an der Sendersequenzzuteilung. Entweder bräuchte man mehr Antennen oder eben mobile Antennen. Aufgabe des Projektes, das gerade erst begonnen habe, werde es sein, zu prüfen, wie genau die Datenübertragung, die Netzwerkabdeckung und die Signalqualität seien. Prof. Yves Reckleben sprach sich dabei im Interesse der Nutzer für firmenunabhängige Lösungen aus und eine minutengenaue Preisabrechnung.
Dr. Sonja Peterson vom Institut für Weltwirtschaft beschrieb drei Hoffnungen vor dem Hintergrund derer die heutige Energiepolitik wohl zustande gekommen ist: Die heutige Bioenergiepolitik versuche einen Beitrag zur Energiesicherheit zu leisten, neue Verdienstmöglichkeiten in den Ländlichen Räumen zu schaffen sowie etwas für den Klimaschutz, wie zum Beispiel fossile Energien einzusparen zu tun. Leider waren die Ergebnisse die Dr. Sonja Peterson vorstellte recht ernüchternd. Sie zeigte, dass die derzeitigen Politikmaßnahmen in nur sehr geringer Weise Zielführen sind:
Wenn zum Beispiel die Agrarfläche in der EU zu 72 % mit Energiepflanzen bestellt werde, würde gerade einmal 10 % des Kraftstoffbedarfs gedeckt. Ob zusätzliche Arbeitsplätze in Ländlichen Räumen entstehen, sei unklar, sagte Dr. Sonja Peterson. Oberstes Ziel von Bioenergie müsse daher der Klimaschutz sein. Dann aber sei die derzeitige Politik nicht die erstbeste Wahl. Gefördert werden vor allem Biokraftstoffe und Biogas, die vergleichsweise viel pro eingesparte Tonne CO2 kosten und relative wenig CO2 pro Hektar einsparen. Außerdem seien andere Vermeidungsoptionen außerhalb der Bioenergie viel günstiger. Spricht man von CO2-Vermeidungskosten, fährt Deutschland damit aus volkswirtschaftlicher Sicht betrachtet eine recht teuere Variante. Sinnvoller wäre es, einen einheitlichen Preis für CO2 zu schaffen, der zu einer gesamtwirtschaftlich effizienten Nutzung von Energieträgern führe, da alle Energieverbraucher die Kosten für das Klima in ihrer Energienutzung mittragen.
Daniela Rixen
Landwirtschaftskammer
drixen@lksh.de
vom 09.03.2010

vom 09.03.2010

Wertvolle Preise warten auf die Lohnunternehmer, die ihre Strukturdaten-Erhebung vollständig und pünktlich bis spätestens 15.03.2010 zurücksenden.
Erfahren sie mehr über die Preise im Mitgliederbereich....
vom 02.03.2010
Anlässlich der Mitgliederversammlung konnte Präsident Walter Schütt auf viele Aktivitäten des Verbandes verweisen. Wie zum Beispiel die Fortbildungen in der Gewässer- und Gehölzpflege, der Kraftfahrerweiterbildung und diverse technische Lehrgänge. Ein zukünftiges Betätigungsfeld wird die Dichtheitsprüfung der Abwasserleitungen für häusliche Abwässer. Die Berufsausbildung zur Fachkraft Agrarservice wird durch den Verband aktiv unterstützt. Auch in diesem Bereich sind positive Entwicklungen spürbar, die die Betriebe auf der Suche nach geeigneten Fachkräften unterstützen. Ein Indiz für die gute Arbeit des Verbandes sind weitere Beitritte zum Verband. Im letzten Jahr sind 23 Lohnunternehmen beigetreten.
Im Präsidium ist Lohnunternehmer Gert Lassen aus Sörup zum Vizepräsidenten des Verbandes gewählt worden. Das langjährige Präsidiumsmitglied Michael Empen aus Nordstrand ist erneut bestätigt worden. In das Präsidium wurden neu gewählt Jörg Langbehn aus Gosdorf und Holger Thomsen aus Uphusum. Sie ersetzen das langjährige Präsidiumsmitglied Martin Jensen aus Medelby und Christian Studt aus Hennstedt-Ulzburg.

Präsident Schütt hob hervor, dass der Verband sich in diesem Jahr, auch in Zusammenarbeit mit dem Bauernverband, verstärkt dafür einsetzen wird, dass die Wirtschaftswege schonend durch Lohnunternehmen genutzt werden. Ein wesentlicher Beitrag kann bereits jetzt dazu geleistet werden, indem Wirtschaftswege mit einer reduzierten Geschwindigkeit von maximal 30 km/h genutzt werden.
Eckard Reese
Geschäftsführer