vom 20.09.2007
anlässlich der Norla haben wir schwerpunktmäßig über die Ausbildung Fachkraft
Agrarservice und die fachgerechte Knickpflege informiert. Ein besonderer
Anziehungspunkt sind immer wieder die „Wer macht was – Listen“ auf denen alle
Verbandsbetriebe mit ihren Dienstleistungen aufgeführt sind. Ein besonderes
Ereignis war die Unterzeichnung der Vereinbarung zur maschinellen Knickpflege
durch den Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Bötticher,
Bauernverbandpräsident Dietrich Steensen und unseres Präsidenten Walter Schütt.
Auf Initiative unseres Verbandes ist diese Vereinbarung mit fachlicher
Unterstützung durch das Landesamt für Natur und Umwelt (LANU)
entstanden.
Diese Vereinbarung wurde notwendig, weil durch den
Wegfall des Knickerlasses und unterschiedlicher Auffassung zur Knickpflege bei
den unteren Naturschutzbehörden Unsicherheiten und Rechtsstreitigkeiten
entstanden sind. Wenige Tage nach der Unterzeichnung hat der Minister diese
Vereinbarung als Erlass an die unteren Naturschutzbehörden ausgegeben. Für die,
in der Knickpflege tätigen, Betriebe haben wir mit dieser Initiative für mehr
Rechtssicherheit gesorgt.
Als Ergänzung zu dieser Vereinbarung, haben
wir mit Unterstützung der Akademie für ländliche Räume und dem LANU zu Beginn
der Knickpflege- Saison eine Schulung zur fachgerechten Knickpflege angeboten.
Den 12 gemeldeten Teilnehmern und einer Berufschulklasse ist am Vormittag die
Theorie vermittelt worden. Nicht nur die rechtlichen Aspekte haben zu einer
lebhaften Diskussion geführt. Mit technischer Unterstützung durch die
Lohnbetriebe Lars Rohwer aus Aukrug, Jochen Warnke aus Nindorf und Jens
Honermeier aus Gnutz sind am Nachmittag die theoretischen Vorgaben in die Praxis
umgesetzt worden. Zu diesem Teil waren Vertreter der unteren Naturschutzbehörden
und der Presse geladen (auch der „Landfunk“ hat berichtet). Das Schlägeln der
Wallflanken und seitliches Einkürzen des Knicks mit einem Schlägler stieß
erwartungsgemäß auf große Ablehnung. Anschließend wurden verschiedene
Schnittvarianten von den Anforderungen nach Cross Compliance über den
Schrägschnitt bis hin zu einem Meter Abstand vom Knickfuß gezeigt. Dabei
überzeugte die Arbeit mit der Knickschere und der Kreissäge. Das anschließende
Knicken mit der Motorsäge durch DEULA-Mitarbeiter und der Knickschere am Bagger
mit anschließender Verarbeitung zu Hackschnitzel gab bei den Behördenvertretern
wenig Anlass zur Diskussion.
Nach einem anschließenden Kaffeetrinken am
Knick, das Margret Honermeier mit ihren Damen organisiert hatte, und
verschiedenen Statements der beteiligten Organisationen, sind alle Teilnehmer
nach dieser gelungenen Veranstaltung mit neuen Erkenntnissen nachhause gefahren.
Auch ich habe eine Erkenntnis mit nachhause genommen: die Frage, wo der Knickfuß
beginnt, wird auch in Zukunft Auslegungssache bleiben.
Unser Tipp in dieser
Angelegenheit - im Zweifel etwas weiter vom Knickfuß abbleiben, um nicht den
Gewinn aus der Arbeit durch ein Bußgeld zu verlieren!
vom 17.07.2007
Am 11. Juli 2007 fand in Westerrönfeld auf dem Betrieb Klaus Krabbenhöft GmbH
& Co. KG die erste Berufsabschlussprüfung "Fachkraft Agrarservice" in
Schleswig-Holstein statt.
Der Landesverband der Lohnunternehmer gratuliert
den ersten Berufsanfängern im Beruf "Fachkraft Agrarservice" zu bestandenen
Abschlussprüfung.
| Name | Ausbildungsbetrieb |
| Jens Elsner aus Poyenberg | Brockmann GmbH & Co. KG, Sarlhusen |
| Kai Jochims aus Norderwöhrden | Honermeier GmbH, Gnutz |
| Christian Koep aus Ellerdorf | Hans Thun GmbH, Oldenhütten |
| Torben Kunst aus Ekenis | Brockmann GmbH & Co. KG, Sarlhusen |
| Peter K. Müllenbach aus Langballig | Blunk GmbH, Rendswühren |
| Jonas Ostermann aus Borstel | Blunk GmbH, Rendswühren |